Na das war ja eine Tour! Treffpunkt war um 08:00 beim Sparparkplatz in Trofaiach, es wurde etwas später weil wir erst Hen seine Stöcke auftreiben mussten, dann gings aber los, zunächst noch mit Johanns Audi. Eigentlich sollte das Wetter laut Wetterbericht recht gut sein, mit viel Sonne. Naja, es war dann etwas anders… Schon bei der Anreise zum Hiaslegg überraschte uns im Rötzgraben der Neuschnee. Herunten nur angezuckert wurde es bergann immer mehr, gute 10cm lagen auf der Straße, darunter teilweise blankes Eis. Trotz mehrmaliger Versuche gelang es unserem Johann nicht seinen Audi nach oben zu bringen. Nach vielversprechenden Versuchen mit dem Retourgang (Johann trägt nicht zu Unrecht den Beinamen “Retourganghans”) mussten wir bei der Rötzbachbrücke doch aufgeben. Es ging sodann wieder nach Trofaiach um es nochmal mit dem Vento und Schneeketten zu versuchen, diesmal gelang die Anreise endlich, auch wenn nicht ohne die schubkräftige Hilfe von Johann und mir… ;-)

Endlich konnten wir dann mit gehöriger Verspätung die Tour vom Wirtshaus Hiaslegg (1154m) in Angriff nehmen. Kräftiger Wind machte das Unterfangen nicht sehr angenehm, und der Schneefall war teilweise ziemlich stark. Der erste Abschnitt verlief durchgehend im Wald, wodurch wir dem Wind nicht ausgesetzt waren. Bald wurde uns warm, auch weil bergann der Schnee immer tiefer wurde. Das letzte Stück im Wald bis zum Wetterkreuz war dann ziemlich heftig weil vor uns noch niemand gegangen war und wenn man durch die unter dem Neuschnee liegende Altschneedecke brach steckte man plötzlich bis zur Hüfte im Schnee, vor allem Johann hatte mit den schwierigen Verhältnissen im Steilen ziemlich zu kämpfen. Beim Wetterkreuz (1602m) machten wir dann erstmal Rast auch um die blankliegenden Nerven ein wenig abzukühlen…

Johann war von diesen Verhältnissen nicht sehr angetan und plädierte dafür das Unterfangen abzubrechen oder zumindest nur mehr ein kleineres Stück weiterzugehen. Hen wollte unbedingt den Gipfel erreichen drum trennten sich hier unsere Wege, wenn auch nur kurz wie sich bald zeigen sollte.

Hen marschierte also zügig Richtung Hochplateau, während Johann und Ich zwar den selben Weg, aber in moderaterem Tempo angingen. Bald hatten wir den Wald hinter uns und hier machte uns dann wieder der sehr starke Wind zu schaffen. Es schneite stark und der Nebel wurde immer dichter sodass bald an ein weitergehen nicht mehr zu denken war, wollte man nicht beträchtliches Risiko eingehen. Hier, am Edelweisboden (ca 1820m), kam uns auch wieder Hen entgegen, auch mit Hilfe des Navis war es zu gefährlich. Wir traten alsdann den Rückweg an.

Wieder beim Wetterkreuz, packten wir erstmal unser Gipfelbier aus, Johann ein Murauer, Hen einen alkoholfreien Radler und ich mein “Schlossi”.  Abwärts durch den verschneiten und steilen Wald war es dann mit den Schneeschuhen eine ziemliche Gaude, nicht selten “zerkugelten” wir uns im tiefen Schnee. Leider lösten sich Johanns Schneeschuhe zusehends in ihre Einzelteile auf, eine Reparatur scheint allerings möglich.

Kurz nach 14 Uhr waren wir dann wieder beim Auto und fuhren nach Hause.

Insgesamt trotz nicht erfolgten Gipfelsieges ein tolles Erlebnis, auch wenn es ein paar außerplanmäßige Schwierigkeiten gab…

Es ist geplant die Tour im Sommer bei besseren Verhältnissen zu wiederholen.

karte_hochturm