Bericht Marathon Schladming
Und wiedermal ein Rennen das durch das Wettergeschehen ziemlich beeinträchtigt war. Zwar regnete es während des Marathons glücklicherweise nicht, trotzdem musste der Veranstalter die Strecke ändern da Unwetter in den Tagen davor einige Streckenteile unpassierbar machten. Leider waren dennoch viele Passagen für mich und einige andere unfahrbar, absteigen und Bike schultern/schieben war keine Seltenheit.
Dieser Bewerb war zugleich auch die erste Etappe der Alpentour Trophy, dadurch war ein noch hochkarätigeres und internationales Teilnehmerfeld am Start. Hier gibts einen detaillierten Bericht zum Rennen.
Zuerst ging es rauf auf die Hochwurzen, vom Hauptplatz in Schladming weg ordentliche 1100hm am Stück bergauf. Bei eher winterlichen Temperaturen (beim Start hatte es erträgliche 12°C, am Berg ziemlich frische 6°C) quälte ich mich ziemlich, auch da die häufigen Schiebepassagen zusätzliche Kraft kosteten. Gottseidank hatte ich mich warm angezogen, Regenüberschuhe und -Hose leisteten wertvolle Dienste.
Endlich auf der Hochwurzen angekommen war ich schon so fertig dass ich mir ein paar Minuten Pause an der Labestation gönnte. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon klar dass ich die Platzierung diesmal vergessen konnte und schaute von da weg eigentlich nur mehr dass ich relativ risikofrei ins Ziel komme. Der Downhill von der Hochwurzen war sehr schön, mit einigen Spitzkehren, Speedabschnitten und Wurzelpassagen.
Der zweite Teil der Strecke kam mir dann nicht so entgegen, oft ging es über durch den Regen aufgeweichte Wiesen, irgendwie hatte man immer das Gefühl ins leere zu treten und nix ging weiter. Der Schlussdownhill wurde dann ziemlich spektakulär über die Planai geführt, es ging auch über den vom Schladminger Ski Nightrace bekannten Zeilhang. Teilweise sehr steil, wurzelig, und durch den Dauerregen der vorigen Tage ziemlich rutschig und gatschig gings da runter. Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich ein paar mal “drauf gschissen” und das Rad über allzu gefährliche Teile getragen hab. Nichts desto trotz konnte ich es nicht vermeiden zwei mal über den Lenker abzusteigen und das eine oder andere spektakuläre Manöver durchzuführen…
Mein Fazit: Ein super Marathon, wundervolle Gegend, geile Strecke, aber bei solchen Verhältnissen bin ich einfach noch überfordert. Ich freu mich aber schon aufs nächste Jahr, und hoffe dass es trocken ist, dann nähmlich dürfte dieser Bewerb einer der geilsten überhaupt sein!